Arbeite smarter, nicht härter

Foto: picjumbo
Foto: picjumbo

Natürlich, natürlich, harte Arbeit zahlt sich aus – aber nur weil das ein alter Spruch ist, muss man ihn unüberlegt übernehmen und verinnerlichen? Kann man nicht auch geschickt, klug und effizient arbeiten ohne am Ende durch das „harte“ Schuften ausgelaugt zu sein, sondern viel erreicht haben ohne auf dem Zahnfleisch zu gehen?
Logo.
Um Fortschritt zu schaffen, muss jeder von uns seinen eigenen Weg finden, versteht sich. Dennoch gibt es ein paar universale Herangehensweisen, die uns helfen können, unseren persönlichen Erfolgsweg zu beschreiten und an unser Ziel zu kommen – ohne und verkrampft mit aller Gewalt einen Weg zu bahnen.
Zu einer smarten, nicht harten, Herangehensweise an Projekte gehören: Disziplin, Selbsteinschätzung und Technik.

1. Stärken
Überlege, wie du vergangene Ziele erreicht hast. Was genau hast du getan und wie viel Zeit hast du dafür aufgewendet? Was hat besonders gut funktioniert, d.h. wo liegen deine Stärken? Bei zukünftigen Aufgaben, die Teil einer Teamarbeit sind, kannst du so von Anfang an deine Stärken betonen und dir somit Projekte suchen, in denen du zeigen kannst, was du kannst.

2. Überblick
Welche Projekte müssen langfristig, welche kurzfristig erreicht werden? Erstelle dir Zeitpläne, sodass du alles im Blick behältst. Teile die langfristigen, großen Aufgaben in kleine Unterprojekte ein. Es kann sehr verführerisch sein, direkt alle großen Projekte anzugehen, weil man beweisen möchte, wie produktiv und hilfreich man doch ist – doch das kann schnell nach hinten losgehen. In einem schwachen Moment kann dann alles auf einmal über einen hereinstürzen. Daher lieber: kleine Brötchen backen. Das sagte auch mein Professor an der Uni gerne: „Backen sie kleine Brötchen, aber backen sie die gut durch!“ Also: Smart Schritt für Schritt kleine Etappen meistern, um somit effizient, aber nicht verbissen, ans Ziel zu kommen.

3. Zyklen
Der Körper arbeitet nun einmal in Zyklen – wir werden zu bestimmten Zeiten müde und wir sind zu bestimmten Zeiten am produktivsten. Wer seinen eigenen Rhythmus kennt, kann seine Termin auch smart setzen. Wenn ich weiß, dass ich am besten zwischen 7 und 11 Uhr schreiben kann, tue ich das – und versuche Termine in diesem Zeitraum zu vermeiden, sofern möglich.

4. Pausen
Unmittelbar zum eigenen Produktivitätsrhythmus und somit zum smarten Arbeiten gehören Pausen: Zahlreiche Studien zeigen, dass unser Körper nach 90 Minuten konzentrierter Arbeit eine Pause benötigt. Und sei es nur der Gang zur Toilette – weg vom Schreibtisch, strecken, locker machen. Danach kann’s weiter gehen.

5. Strategie
Haben wir einmal unsere Stärken und Schwächen erkannt, unsere Projekte zeitlich eingeteilt und erste Erfolge eingeheimst, wissen wir, wie der Hase läuft. Wie wir für uns selbst effektiv und stressfrei vorankommen – und was Stress und zu harte Arbeit verursacht und wie wir diesem Problem das nächste Mal vorbeugen können. Haben wir einmal einen Workflow für uns selbst gefunden, können wir diese Herangehensweise als unsere eigene Arbeitsstrategie bei kommenden Projekten wiederverwenden.