Dank Jennifer Lawrence weiß ich, …

Bild: Gage Skidmore / CC 2.0 / https://www.flickr.com/photos/gageskidmore/19035526593

Heute startet „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2“ in den deutschen Kinos. Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence ist eine herrlich ehrliche Haut, die Hollywood gerne mal die Meinung geigt. Die 25-jährige Oscar-Preisträgerin ist eine wunderbare Inspiration, weil sie nicht nur auf der Leinwand eine Kämpferin mimt, sondern auch im wahren Leben zu ihrer Meinung steht und für ihre Überzeugungen eintritt.

Dank Jennifer Lawrence weiß ich, …

… dass ein bisschen Verrücktsein allen gut steht.

Jennifer Lawrence ist für jeden Schabernack zu haben, zumindest macht sie bei Talkshows gerne bei allerlei verrückten Aktionen mit, küsst ihre Kollegin aus Versehen auf dem roten Teppich und lacht sich drüber schlapp („And I liked it!“), von ihr gibt es gefühlt tausende „Funny Moments“-Videos auf YouTube und sie ist sich nicht zu schade für eklige Grimassen, alberne Tänze oder herzhafte Lachanfälle – und das macht sie unheimlich sympathisch.

… dass Ungerechtigkeit adressiert werden muss, sonst ändert sich nichts.

Als Sony Pictures Entertainment im November 2014 gehackt wurde, folgten Veröffentlichungen sensibler Daten – persönliche E-Mails von Angestellten, Verträge, Gehaltsangaben. Viele weibliche Hollywoodstars erfuhren dadurch, dass sie gravierend niedrigere Gagen als ihr männlichen Kollegen bekamen – in denselben Produktionen, bei gleicher oder gar mehr Arbeit. Jennifer Lawrence hat zunächst dazu geschwiegen, äußert sich aber nun öffentlich zur Gender Pay Gap, damit das Thema nicht leise im Nirgendwo versickert.

… dass ich aus solchen Ungerechtigkeiten meine eigenen Konsequenzen ziehen muss.

Jennifer Lawrence war nach dem Sony Hack nicht wütend auf das Unternehmen, das ihr weniger als ihren männlichen Kollegen gezahlt hat. Sie war wütend auf sich selbst, weil sie nicht den gerechten Lohn für sich ausgehandelt hat – aus Angst davor, als verzogen oder schwierig zu erscheinen. Zukünftig wird sie sich keine Sorgen darüber machen, sondern verhandeln.

In Lenny Dunhams Lenny Letter schrieb sie:

When the Sony hack happened and I found out how much less I was being paid than the lucky people with dicks, I didn’t get mad at Sony. I got mad at myself. I failed as a negotiator because I gave up early. […] But if I’m honest with myself, I would be lying if I didn’t say there was an element of wanting to be liked that influenced my decision to close the deal without a real fight. I didn’t want to seem „difficult“ or „spoiled.“ […] this is an element of my personality that I’ve been working against for years, and based on the statistics, I don’t think I’m the only woman with this issue.

Dass sie nicht die Einzige ist, zeigt dieser Artikel der Washington Post: „Famous quotes, the way a woman would have to say them during a meeting.“

… dass ich immer ein Fan sein darf.

Egal wie alt du bist, welchen Beruf du ausübst, wenn du eine Leidenschaft für etwas hast oder Fan von jemandem bist, dann sei es. Jennifer zählt zur A-List Hollywoods und gibt zu, dass sie immer noch nicht recht mit all den Stars um sich herum zurechtkommt. Auf einer Party war John Stamos, „Onkel Jesse“-Darsteller aus Full House, zu Gast – Jennifer ist ihm gefolgt und hat ihn angestarrt, bis er fragte, ob sie auf Drogen sei. Egal, hey, er hat sie bemerkt! Fansein-Moment deluxe! ;)

Bilder: giphy.com

Danke, dass du bist, wie du bist, Jennifer.