Das Geheimnis eines effektiven Teams

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Wenn wir Vergleiche ziehen können, fällt uns schnell auf, was funktioniert und was nicht. Aus Erfahrung lässt sich ein zentrales Element für erfolgreiche Teamarbeit ausfindig machen: Ein kleines, aber extrem starkes Wort.

Danke.

Traurig, aber wahr, Dankbarkeit und der Ausdruck ihrer gehen im Arbeitsalltag unter.

Dabei untersuchen Wissenschaftler seit Jahren Dankbarkeit und ihre Auswirkung auf unser Sozialleben. Beispielsweise Francesca Gino und Adam Grant – sie haben in einer Studie festgestellt, dass der Ausdruck von Dankbarkeit zu einem „prosozialem“ Verhalten führt, da er fördert, dass Menschen in unserem Umfeld sich sozial stärker wertgeschätzt fühlen.

Doch eine Umfrage der John Templeton Foundation unter 2.000 Amerikanern hat zeigt, dass der Arbeitsplatz der Ort ist, an dem wir am wenigsten dankbar sind. Dabei könnte man sogar noch meinen, die Amerikaner seien generell dankbarer als Deutsche, zumindest zelebrieren sie noch das Erntedankfest im großen Stile. Doch Mutmaßungen beiseite – Fakt ist, dass eine zentrale, aber zugleich verquere Aussage der Studie ist: Für die Befragten war es am unwahrscheinlichsten, Dankbarkeit am Arbeitsplatz auszudrücken – obwohl sie zugleich wünschten, öfter ein Danke zu hören.

Wichtige Anmerkung: Der Umfrage zufolge sind Frauen generell dankbarer als Männer.

Da Frauen zahlreichen Studien zufolge auch als empathischer, sozialer und emotionaler eingeschätzt werden, scheinen sie auch diejenigen zu sein, die die Abwärtsspirale des Nicht-Dankens stoppen können, indem sie ihren männlichen Kollegen zeigen, dass es auch anders geht (in der Hoffnung, dass die Herren dem Vorbild folgen). Eventuell so:

 

Eine dankbare Umgebung schaffen

Wie Francesca Gino und Adam Grant in ihrer Studie betonen, fördert Dankbarkeit „prosoziales Verhalten“ – heißt, Dank motiviert die anderen, zukünftig unterstützender und aufmerksamer zu handeln. In dem Feldversuch der Studie gaben Personen, denen gedankt wurde, an, sich wertgeschätzt und wertvoller zu fühlen und dass sie dieses Gefühl zukünftig auch vermitteln wollen. Ergo: Wenn wir öfter danken, bekommen wir später auch öfter ein Danke zurück.

 

Jeden Beitrag wertschätzen

Stets gibt es die Leute in der ersten Reihe, die das Lob und den Ruhm bekommen, und jene, die im Hintergrund agieren. Das ist nicht nur am Theater so, auch in Start-Ups, Kreativagenturen und im Grunde jedem großen Unternehmen. Auch wenn es einfacher erscheint, dem Teamleader stellvertretend zu danken – ein Dankeschön, auch in Mailform, an das gesamte Team für ein gelungenes Projekt verbreitet unter allen ein noch weitaus besseres Gefühl der Anerkennung.

 

Eine Dankbarkeitsliste erstellen

So kitschig das auf den ersten Blick klingen mag: Einen Tag eine Liste mit Dingen zu schreiben, für die man dankbar ist, erhöht den persönlichen Optimismus, die Aufmerksamkeit, Energie und hilft, persönliche Ziele energischer anzupacken. Ist auch wieder durch eine Studie belegt! Sobald man sich selbst erlaubt, auch Arbeitsthemen, für die man dankbar ist, aufzulisten, beeinflusst dies die eigene Einstellung zum Arbeitsplatz.