Die Top 5 Länder für Unternehmen

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Als Goodbye Deutschland-Fans lauern wir stets darauf, den Auswanderern dabei zuzusehen, wie sie ihr Business im vermeintlichen Traumland hochziehen – ob Bäckerei, Eisdiele, Bed&Breakfast, Tapetengeschäft (in einem Land, in dem niemand tapeziert), Bar, Reiseführer, Klamottenverkäufer, oderoderoder.

Zum Entrepreneur-Dasein braucht man Biss, Mut, Kreativität und Glauben an die Sache – doch die Studie „Doing Business 2015: Going Beyond Efficiency“ der World Bank Group zeigt nun, dass auch der Standort des Unternehmens Einfluss auf den Erfolg hat.

Die Top fünf Länder, in denen man ein erfolgreiches Business führen kann, sind:

  1. Singapur
  2. Neuseeland
  3. Hong Kong
  4. Dänemark
  5. Südkorea

Singapur (Gesamtpunktzahl 88.27) belegt den ersten Platz, da hier die besten Bedingungen geboten sind, um ein Business zu starten und zu führen. Singapur setzt auf Effizienz und Qualität, unterstützt Unternehmer durch ein international anerkanntes und wertgeschätztes Rechtssystem und einfache elektronische Systeme bei Verträgen, Genehmigungen und Patentanmeldungen.

Ähnlich sieht es in Neuseeland aus, deshalb belegt das Land am anderen Ende der Welt Platz 2 mit wenigen Punkten hinter Singapur (Gesamtscore 86.91).

Hong Kong (84.97) erschwert zwar den Start durch hohe Registration Fees, aber ist zugleich weit vorne beim Schutz kleinerer Investoren.

Dänemark ist insbesondere bei der Lösung von Insolvenzfällen eine große Unterstützung. Hier ein Business zu starten ist einfacher als in den Top 3-Ländern, da das Mindeststartkapital nicht so hoch sein muss wie in anderen Ländern.

Südkorea hat einen Gesamtscore von 83.40 und belegt somit Platz 5, mit besonders starken Resultaten im Bereich Elektrizität, Zoll, Verträge und Insolvenzlösungen.

Deutschland befindet sich übrigens auf Platz 14. Länder, die der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) angehören, finden sich generell auf den vordersten Rängen. In dieser zwölften Ausgabe der Studie wurden 189 Länder verglichen, mehr als 10.700 Experten haben Daten zur Verfügung gestellt.

Schwierigstes Land ist Eritrea (das auch als das „Nordkorea Afrikas“ bezeichnet wird), gefolgt von Libyen, Zentralafrikanische Republik, Südsudan und Tschad. In diesen Ländern ein Geschäft zu gründen sei laut Weltbank-Direktor Augusto Lopez-Claros ein „heroischer Akt“.

Für kommende Staffeln raten wir den auswanderungslustigen Teilnehmern von Goodbye Deutschland also eins der Top 5 Länder, vielleicht ist die Erfolgsquote dann zukünftig auch höher.