Dank Gretchen Haase weiß ich, …

Fotos: RTL

Ich mache jetzt Karriere – wie alle anderen Männer auch!

Richtig so, Frau Doktor! Wie viel Wahrheit steckt in diesem Satz der Serienfigur Gretchen Haase, gespielt von Diana Amft, in der deutschen Sitcom „Doctor’s Diary“. Gretchen schlägt sich jeden Tag gegen ihre männlichen Kollegen im Krankenhaus durch, muss klischeebehaftete Sticheleien der Patienten ertragen („Schwester, wann kommt denn der Herr Doktor?“) und stolpert nebenbei von einem Liebeschaos ins nächste. Für ihre herrlich ehrliche Art („Möchten sie ihre Milch in den Kaffee oder ins Gesicht?“) lieben wir sie. Und lernen von ihr.

Dank Gretchen Haase weiß ich, … 

1. … dass ich es kann!

Eine Frau häckselt sich im Supermarkt die Hand ab.
Verkäufer: „Wir brauchen einen Arzt!
Gretchen: „Ich bin Arzt!“ (eilt zur Verletzten)
Verkäufer: „Jaa sicher! (wird ignoriert von Gretchen, jawoll!)

Wir lassen uns nicht unterkriegen! Auch nicht von Zweiflern und ihren blöden Kommentaren. Engstirnige Kleingeister glauben eventuell nicht an deine Fähigkeiten, aber du kannst sie mit deinen Fähigkeiten überzeugen. Lass nicht nur sie reden, sondern auch deine Taten sprechen.

 

2. … dass für Machosprüche einfach keine Zeit ist.

„Wenn du nicht bald mit deinem frauenfeindlichen Mist aufhörst – dann passiert was! Aber richtig!“ Das ist zwar nicht sonderlich schlagfertig, aber wenigstens bietet Gretchen dem Macho Dr. Marc Meier (in den sie aber heillos verknallt ist) Paroli. Der werte Herr spart nämlich nicht mit antifeministischen Aussagen („Du kümmerst dich um das Kind, ich mich um die Technik! So wie es die Evolution in Jahrmillionen entschieden hat!“). Auch wenn der Typ die Liebe deines Lebens / der heißeste Typ weit und breit / dein Boss (oder wie in Gretchens Fall: alles zusammen) ist, heißt es nicht, dass er mit unzeitgemäßem Machokram davon kommt.

 

3. … dass ich so bin, wie ich bin, nicht wie die anderen mich haben wollen.

In Folge drei der ersten Staffel sinniert Gretchen aus dem Off: „In schwachen Momenten versuchen wir, uns zu ändern – nicht für uns, sondern für die anderen.“ Weil es vermeintlich der einfache Weg ist, sich zu ändern, um anerkannt zu werden, dazuzugehören o.ä. Die Betonung in Gretchens Aussage sollte auf dem Wort „schwach“ liegen – in einem schwachen Moment ist man gern versucht, den vermeintlich leichteren Weg zu wählen. Doch Gretchen rauft sich stets zusammen und bleibt sich selbst treu – trotz andauernder Selbstzweifel, beispielsweise wegen ihrer Figur. Diese Zweifel sind unbegründet, und das entdeckt Gretchen auch immer wieder auf’s Neue.

 

4. Selbstbewusstsein muss her!

Und so kommen wir direkt zu Punkt 4: Selbstbewusstsein. Marc Meier sagt zu Gretchen: „Du musst mal lernen, dir zu nehmen, was du willst – wenn du weißt, was du willst.“ Und diesem Ratschlag sollten wir auch folgen. Denn, wie in Punkt 3 erläutert: Geh deinen eigenen Weg, entfalte dich, sei, wer du bist. Oder wie Gretchen es sagt: „Wir entscheiden, ob wir schüchtern ins Blitzlicht blinzeln oder ob es der Schnappschuss eines Kämpfers wird. Und selbst wenn die meisten Fotos bescheuert aussehen, auf einem Foto sehen wir es dann, das Schöne, Kluge, Mutige in uns, das wir schon fast wieder vergessen hatten.“

Fotos: RTL

Wer jetzt wieder auf den Geschmack gekommen sein sollte – die erste Staffel „Doctor’s Diary“ gibt es kostenlos online bei RTL Now.