Jobangebot annehmen oder weiter auf den Traumjob warten?

Vor dieser Frage standen wir vermutlich alle schon einmal. Auch wenn Einige schnell dazu neigen, auf den Traumjob zu setzen, ist die Wahl doch nicht so einfach. Denn je nach Situation haben beide Entscheidungen ihre Berechtigung. Doch wann heißt es besser annehmen oder abwarten?

 

Du solltest einen Job annehmen, wenn

… du noch nicht genau weißt, wie dein Traumjob aussieht.
Ich beneide diese Menschen, die schon als Kind ganz genau wissen, was sie einmal werden wollen und ganz gezielt darauf hinarbeiten. Ich gehöre nicht zu diesen Menschen.
Wenn du noch kein klares Bild davon hast, wie deine perfekte Stelle auszusehen hat, schau dich erst einmal um. Finde heraus, wo deine Stärken liegen und welche Tätigkeiten dir Spaß machen – oder eben nicht. Das gilt besonders für Berufseinsteiger und Karrierewechsler, die noch einmal etwas Neues ausprobieren möchten.

… er dich für deinen Traumjob qualifiziert.
Vielleicht ist die angebotene Stelle noch nicht perfekt. Wenn du dort allerdings wertvolle Erfahrungen für deinen weiteren Karriereweg sammeln kannst, solltest du die Chance wahrnehmen.
Stell dir die Frage, ob dich die Position deinem eigentlichen Ziel näherbringt. Welche Kenntnisse kannst du dir aneignen, die für deinen Traumjob erforderlich sind? Kannst du dir ein Netzwerk aufbauen, das deine Karriere fördert? Ist es zwar noch nicht die ideale Position, dafür jedoch das richtige Unternehmen oder die richtige Branche?

… dich deine finanzielle Lage dazu zwingt.
Wenn du gerade dein Studium beendet hast, ohne Job dastehst oder einfach chronisch unterbezahlt bist, nimm das Angebot an. Wer seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, dem fehlt auch der Nerv, die eigene Karriere vorantzutreiben. Finanzielle Unabhängigkeit hingegen gibt dir die nötige Sicherheit und Flexibilität, dich weiter nach deinem Traumjob umzusehen.

… du in deinem aktuellen Job sehr unglücklich bist.
Diese Situation gibt es leider viel zu häufig. Dein Vorgesetzter oder deine Kollegen machen dir das Leben zur Hölle oder du langweilst dich zu Tode. Wenn deine Arbeit dich dermaßen unglücklich macht, dann schau, dass du wegkommst. Das emotionale Gleichgewicht geht vor. Um deine Karrierepläne kannst du dich später kümmern.

 

Du solltest auf ein besseres Angebot warten

… wenn du ganz genau weißt, wohin du willst.
Du hast nicht nur eine genaue Vorstellung von deiner perfekten Stelle, sondern weißt auch, wie du sie erreichen kannst. Du hast einen konkreten Karriereplan, den du zielstrebig verfolgst. Passt der angebotene Job nicht in diese Planung, dann nimm ihn nicht an.
Wenn du so fokussiert vorgehst, dann hast du derzeit vermutlich eine Position inne, die bereits auf deine Ziele einzahlt. Du bist also schon auf dem richtigen Weg und kannst dir getrost Zeit lassen, bis das ideale Angebot auftaucht.

… wenn du die nötige Qualifikation für deinen Traumjob mitbringst.
Natürlich sollte man nicht alle Angaben in der Stellenanzeige für bare Münze nehmen. Unternehmen stecken die Latte gerne hoch. Wenn dein Lebenslauf jedoch überwiegend dem geforderten Profil deiner Traumstelle entspricht und du vor allem zuversichtlich bist, den Anforderungen gerecht zu werden, dann solltest du auch auf diese Traumstelle warten.

… wenn du einen guten Job hast und die neue Stelle dich nicht ausreichend begeistert.
Fühlst du dich in deiner Firma wohl, auch wenn die Stelle vielleicht nicht ganz deinen Vorstellungen entspricht, und kannst nicht genug Leidenschaft für das neue Angebot aufbringen, dann lautet die Antwort ganz klar: Warten.
Weder Zeit- noch Gelddruck nötigen dich, einen Job anzunehmen, der dich nicht vom Hocker reißt. Die Jobsuche nimmt immer viel Zeit in Anspruch. Was machen ein paar Wochen oder Monate mehr aus, wenn am Ende die perfekte Stelle auf dich wartet?

… wenn du mit einem unguten Gefühl aus dem Bewerbungsgespräch gehst.
Du wirst zum Interview für den perfekten Job im perfekten Unternehmen eingeladen. Und dann stimmt irgendetwas nicht. Sei es, dass dein Gesprächspartner dich unfreundlich behandelt, die Atmosphäre im Büro angespannt ist oder du dich einfach unwohl fühlst.
Während du den meisten Fragen mit Vernunftargumenten begegnen kannst, gilt hier: Hör auf deinen Bauch. Wenn du in der Firma nicht glücklich wirst, dann macht das auch der tollste Job nicht wett.

Wenn du die Situation mithilfe dieser Fragen analysierst, steht deine Entscheidung auf festen Füßen – auch wenn sie vermutlich noch immer nicht leicht fällt.

 

Danke an Sandra vom Berliner Startup Jobspotting für die tiptop Entscheidungshilfe! Jobspottings Meta-Jobsuche bietet personalisierte Stellenempfehlungen aus dem gesamten Netz, die den Fähigkeiten, Kenntnissen und Interessen der Nutzer entsprechen.