KOKONERIE // Von Schwestern, Rache & dem Weg zu sich

Bildelemente: ©20th Century Fox / ©Universalpictures

Winterzeit ist ja bekanntlich Kinozeit. Und diese Saison halten die Kinos ein paar Streifen bereit, die uns schon jetzt vor lauter Vorfreude in den Popcorn-Wahn treiben.

Joy (Filmstart: 31.12.15)

Gerade erst hat Jennifer Lawrence Panem gerettet, schon haut sie in ihrer nächsten Rolle ordentlich auf den Tisch: Joy Mangano ist Mutter zweier Kinder und lebt in chaotischen Familienverhältnissen. Vater Rudy und Ex-Mann Tony leben in ihrem Keller, Mutter Terry verbringt ihren Tag am liebsten mit der Fernbedienung in der Hand. Joy folgt ihrer Kreativität und dem Drang, sich selbst zu verwirklichen und erfindet einen sich selbst auswringenden Wischmopp. Der Weg zum erfolgreichen Unternehmen hält einige Herausforderungen bereit, aber wer bereits gegen Präsident Snow gekämpft hat, sollte gute Karten haben.

The Revenant (Filmstart: 6.1.16)

Okay, ich will ganz ehrlich sein. Schon der Trailer zu „The Revenant“ ist traumatisch. Und verstörend beeindruckend. Ich sehe mich im Kino zusammengekauert und mit XXL-Popcorn-Tüte als Sichtschutz. Ganz egal, denn die positiven Kritiken überschlagen sich jetzt schon und ich meine: Es ist Leo, der da als Trapper Hugh Glass auf Rachefeldzug durch die vereiste Berglandschaft der USA unterwegs ist. Mehr Argumente braucht doch wirklich niemand.

The Danish Girl (Filmstart: 7.1.16)

Schon im September startete der Vorfreude-Countdown, als der Trailer zu „The Danish Girl“ veröffentlicht wurde. Heute startet der Film, der zum einen das Thema Transgender einfühlsam und offen auf die Leinwand bringt, und zum anderen fragt: Wie stark kann eine Liebe sein? Eddie Redmayne verkörpert die dänische Transgender-Pionierin Lili Elbe – Eine der ersten, die sich geschlechtsangleichenden Operationen unterzog. Regisseur Tom Hoopers Inszenierung ist aufrichtig und zeichnet Bilder auf die Leinwand, die von Malerin Lili selbst stammen könnten. Besonders beeindruckend: Alicia Vikander als Ehefrau Gerda, die auf Lilis Weg zu sich selbst eine Schlüsselrolle spielt.

Sisters (Filmstart: 11.2.16)

Tina Fey und Amy Poehler gehören nicht nur zur Elite des weiblichen US-Komödiantinnentums, sie sind auch privat ein Traumfreundinnenpaar. Ein gemeinsamer Film ist entsprechend unausweichlich und für uns unverzichtbar. Sie spielen die Schwestern Maura und Kate – die eine brav, die andere wild. Als der Verkauf ihres Elternhauses ansteht, finden sich die beiden in ihrem alten Kinderzimmer wieder. Umgeben von Erinnerungen an die High School-Zeit, schmieden sie einen Plan: Eine letzte Party, ganz so wie früher… Die Story mag banal sein und wir können uns sicher auf einige Klischees einstellen, aber die Kombination Fey/Poehler wird uns garantiert für alles andere entschädigen.