„We need to work together.“ – Let’s talk climate change!

Leonardo DiCaprio Klimawandel

Leonardo DiCaprio nutzt seine Oscar-Dankesrede, um auf sein Herzensthema hinzuweisen: Klimawandel. Zeit, sich bewusst zu machen, was Klimawandel bedeutet und was man selbst tun kann.

1997 war mein Leben von drei (Sammel-)Leidenschaften geprägt: Diddl-Notizblöcke, Glitzer-Sticker und Leonardo DiCaprio. Er lächelte mir in meinem Zimmer von Postern und kleinen Pappaufstellern entgegen und in einem tonnenschweren Ordner fand sich jede Zeile, die je in der BRAVO über ihn abgedruckt wurde. Über Diddl und Sticker bin ich inzwischen hinweg. Bei Leo verhält sich das Ganze schon etwas anders. Und spätestens seit gestern ziehe ich wieder in Betracht, meine Wohnung mit einem Titanic-Poster zu dekorieren – Nicht nur, weil sich Leo jetzt endlich einen Oscar auf den Nachttisch stellen kann, sondern vielmehr, weil er seine Dankesrede genutzt hat, um seine Herzensangelegenheit Klimaschutz erneut auf die Agenda zu heben. Go, Leo:

Climate Change is real. It is happening right now. (…) We need to work collectively together and stop procrastinating.

„Stop procrastinating“ – der Mann hat Recht. Klimaschutz, Klimawandel, Treibhauseffekt – irgendwie wissen wir, da liegt was im Argen. Aber richtig verstehen, sich Gedanken machen und aktiv werden – das ist tatsächlich nicht so einfach. Und zack, wird einfach ausgesessen, prokrastiniert. Weil das Thema komplex ist: Die Industrie ist schuld, furzende Kühe und Reisen mit dem Flugzeug. Wir denken an Eisbären und daran, dass es im Sommer jetzt noch heißer wird. Wir hören von CO2 und Methan und merken, dass wir in Chemie mal besser hätten aufpassen sollen. Dann krakeelen noch die Klimawandel-„Skeptiker“ dazwischen, die sich sicher sind, dass die Natur das schon selbst wieder hinbiegt und alles wieder gut wird. War ja bisher immer so. Und die Eisbären, die sind ja auch ziemlich weit weg. Und im Zweifel sollen „die da oben“ das mal regeln. Ist ja deren Job. Und so lebt es sich, spazierend auf dem Holzweg, wohlig-unreflektiert.

It is the most urgent threat facing our entire species.

Aber der Klimawandel ist real und keine „natürliche Schwankung der Natur“. Dieser Wandel ist menschengemacht. Wie wir das geschafft haben? Vereinfacht gesagt: Wir verbrauchen Energie wie die Könige und Energie wird vornehmlich durch Verbrennung erzeugt. Wir verköstigen uns gern mit Kochschinken, Salami und Rinderbraten und die Rinder rülpsen wie die Irren. Das Ergebnis aus Energieerzeugung und Massentierhaltung: Die Gase CO2 und Methan steigen auf und machen aus der Erde ein Treibhaus: Hitze, die eigentlich entweichen sollte, schafft es nicht durch die Gasschicht – es wird wärmer und wärmer. Waldflächen, die das CO2 binden könnten, holzen wir auch fröhlich ab. Prost Mahlzeit.

Und im Gepäck hat der Klimawandel nicht nur warme Weihnachtstage und tropenähnliche Sommer. Er lässt Eisflächen schmelzen, Meere sauer werden und verstärkt Wetterextreme. Er fördert Krankheiten und verändert Lebensräume. Das klingt alles ziemlich abstrakt, aber wo Eis schmilzt, kann Sonne nicht reflektiert werden, was das Welt-Thermometer zusätzlich in die Höhe schießen lässt. In sauren Meeren sterben nicht nur Korallen und auf Waldbrände und Hurrikane kann so ziemlich jeder verzichten.

Let us not take this planet for granted.

Alleine kann man die Welt nicht retten und „alles richtig“ machen ist verdammt schwer. Ich kann kein Leben als Captain Planet führen und welche Folgen mein Handeln hat, ist manchmal kaum zu durchschauen. Glücklicherweise gilt in Sachen Engagement nicht das Alles-oder-Nichts-Prinzip und alles ist besser als Klimaschutz-Prokranistation. Der erste Schritt aus der Passivität: Anerkennen, dass der Klimawandel echt ist und wir alle mit drin hängen. Der zweite Schritt: Informieren und herausfinden, wo ich dem Klima unter die Arme greifen kann. Vielleicht, indem ich mich öfters auf Rad schwinge und mich vom Standby-Modus am Fernseher verabschiede. Infos und Inspiration gibt es auch hier:

  1. Die Online-Lernplattform Iversity.org bietet aktuell den Kurs „Climate Change and Health“ an, am 9. Mai startet der Kurs Klimawandel und seine Folgen – und zwar gratis.
  2. Greenpeace hat die zehn wichtigsten Klimaschutz-Tipps parat.
  3. Klimaschutz geht auch digital: Mit der Suchmaschine Ecosia und dem Mailanbieter Posteo
  4. Der Vegetarierbund informiert über den vegetarischen Lebensstil und bietet einen Veggie-Schnupperkurs an, der 30 Tage lang ins Mailpostfach flattert.
  5. Wer dann Appetit auf die vegetarische Küche bekommen hat, sollte sich an die Rezepte auf Krautkopf halten.
  6. Wenn nichts mehr geht, Leo fragen: Auf seiner Facebook-Seite teilt er regelmäßig Infos rund um den Klimaschutz.

Let’s make Leo proud!

Quelle: giphy.com

Quelle: giphy.com